Über Belgien

"Nach BELGIEN? Was machen wir denn dort? Da gibt es doch nur Dioxinskandal und Nationalitätenstreit. Und überhaupt, ist vor der belgischen Nordseeküste vor kurzem nicht erst wieder ein Containerschiff untergegangen? Da fahren wir nicht hin!"

Mal ganz ehrlich, ist es Ihnen nicht auch schon so gegangen, dass Ihnen Freunde oder Bekannte erzählten, sie hätten in Belgien ihren Urlaub verbracht und sie selbst wussten absolut nichts, aber auch gar nichts damit anzufangen? Ein weißes Blatt sozusagen. Nun, da stehen Sie nicht alleine. So wie Ihnen, geht es den meisten Menschen. Belgien, ganz gleich ob es sich um Flandern im Norden oder die Wallonie im Süden handelt, Belgien ist ein weißes Blatt. Ohne Image sozusagen. Gemäß dem belgischen Motto: "eigentlich genügt es doch wenn wir wissen, wie schön es in unserem Lande ist, muss doch nicht gleich die ganze Welt wissen!" Ja, und wenn dann irgendwelche Nachrichten aus Belgien zu uns dringen, dann sind diese meist negativer Art.

Dabei lohnt es sich schon alleine der Menschen wegen unbedingt dahin zu fahren. Mit ihrer liebenswerten Art, ihrem verschmitzten Humor, ihrer ehrlichen Gastfreundschaft und ihrem Sinn für die angenehmen Dinge des Lebens unterscheiden sich weder die niederländischsprachigen Flamen, noch die französischsprachigen Wallonen oder die deutschsprachigen Belgier in den Ostkantonen voneinander. Ihre burgundische Lebensart, einfach mal die Seele baumeln lassen und den "lieben Gott einen guten Mann oder eine gute Frau sein lassen", machen die Menschen an Schelde und Maas zu dem was sie sind. Echte Lebensgenießer halt.

Für einen Belgier gibt es fast nichts angenehmeres, als morgens gegen 11.00 Uhr in einem Straßencafé in Brugge oder Leuven oder Dinant oder Namur oder sonst wo in Belgien beim Bier oder beim Kaffee zu sitzen und zu beobachten, wie der Fahrer eines dreirädrigen Kastenwagens eine der unzähligen Frituur (Friture) ansteuert, einen Sack mit bereits geschälten Kartoffeln auslädt und in die Imbissbude trägt wo dann die Kartoffeln durch eine Maschine gedrückt werden, um sogleich als "frietjes" oder "frites" oder "pommes" ganz kurz in heißem Fett vorfrittiert zu werden und dann, wenn dem Betrachter der Kartoffelduft in die Nase steigt und er Lust auf eine Portion Pommes frites bekommt, sogleich nochmals frittiert zu werden und goldgelb in eine in Windeseile aus Packpapier gezauberte Tüte gestopft und mit einer ordentlichen Portion Sauce versehen zu werden...

Und überhaupt, die vielen leckeren Spezialitäten in Belgien.... die Pralinen, die Waffeln, das Bier und, und, und.... auf alle Fälle gibt es Gastronomiekritiker die sagen, in Belgien wird das gehalten was die Franzosen versprechen - nicht nur gut sondern man wird auch noch satt.. Dabei haben auch die Franzosen, anerkanntermaßen, eine gute Küche.

Und erst die Kultur: Es gibt kaum sehenswertere Städte als die flämischen Kunststädte Brugge, Gent, Antwerpen, aber auch Mechelen, Leuven, Lier oder Tongeren. So war das mittelalterliche Brugge einst die mächtigste und bedeutendste Stadt der Welt und wurde seitdem fast vollständig erhalten.

Und dann die Ardennen: Diese sanfte Hügellandschaft, an die sich malerische Dörfchen schmiegen und durch welche sich wildromantische Flüsschen schlängeln. Wenn im Frühjahr dann die Morgensonne die Frühnebel aus den Tälern vertreibt und den Blick freigibt auf geheimnisvolle Schlösser und eine einzigartige Symbiose zwischen weißer Margaritte und wilder Lupine in Eintracht mit gelbem Ginster, ja dann, wünscht man sich nichts sehnlichster als das dieser Augenblick nie enden möge.... Belgien, ist einfach ein Muss!

Bitte informieren Sie sich gerne auch näher über die Websites von Flandern (www.flandern.com) und der Wallonie (www.belgien-tourismus.de).